Spielformen
Neben den klassischen Spielformen wie z.B. Zählwettspiel nach Stableford und Lochwettspiel sind im Laufe der Zeit zahlreiche Varianten entstanden, von denen wir einige hier vorstellen. Für ein umfassendes Verzeichnis empfehlen wir Ihnen das von Michael Payer herausgegebene Buch "79 Golfspiele", der auch als Mitherausgeber und -verleger der Zeitschrift "Extra Golf" fungiert. Weitere Info »
Wir wünschen ein schönes Spiel! 
Einträge aufklappen/zuklappen alle
Tier Golf
-
Der Sinn dieses Spieles für 2, 3 oder 4 Spieler ist, die verschiedenen "Tiere im Golf" zu vermeiden. Jedes Tier zählt als ein Punkt -> Schlange: 3-Putt oder mehr | Kamel: Ball landet in einem Sandbunker | Frosch: Ball landet im Wasser (auch wenn er ohne Strafschlag spielbar liegt) | Gorilla: Ball landet im Aus (out of bounds).
1. Sonderregel: Wenn mehr als ein Spieler auf einer Spielbahn den gleichen Fehler macht, erhält nur der jeweils letzte, der den Fehler beging, den Strafpunkt, z.B. 3 Spieler auf der Runde. Spieler A hat die Ehre, landet im Fairwaybunker; Spieler B landet im Wasserhindernis und Spieler C als letzter Abschlagender ebenfalls im Fairwaybunker. Spieler B schoss den Frosch und Spieler C das Kamel. B und C erhalten einen Strafpunkt. Spieler A geht auf Grund der Sonderregel glücklicherweise leer aus.
2. Sonderregel: Hat ein Spieler auf den 18 Löchern alle 4 Tierarten "erlegt", zählen seine Punkte doppelt.
Zählweise: Grundlage ist ein Stableford oder Zählwettspiel. Das Tiergolf wird als Extrawertung dazugenommen.
Kategorie: Besondere Einzelspiele/Turnierarten
Schlägerraub
-
Ein Wettspiel gegen Par mit voller Vorgabe, bei dem man noch zusätzlich seine Schläger verlieren kann. Erreicht man das Par nicht, muss man einen seiner maximal 14 im Bag befindlichen Schläger seiner Wahl außer Aktion setzen, bezeichnen, und darf diese Schläger bis zum Ende nicht mehr verwenden. Es kann sein, dass, wenn der Spieler bis Loch 14 kein Nettopar erreicht hat, er das Spiel aus Mangel an Schlägern aufgeben muss.
Kategorie: Besondere Einzelspiele/Turnierarten
Stableford
-
Stableford ist benannt nach Dr. Stableford of Wallasey, der diese Zählweise 1931 vorstellte, offiell anerkannt wurde es jedoch erst 1968. Es werden dabei Punkte auf jedem Loch vergeben, die auf Nettobasis errechnet werden. Normalerweise wird mit voller Vorgabe gespielt. Für ein Nettopar gibt es zwei Punkte, einen Punkt für ein Nettobogey, drei Punkte für ein Nettobirdie, usw.
Spieler, die auf einem Loch mehr als zwei Schläge über ihrem Nettopar gespielt haben, können keinen Punkt mehr machen und sollten ihren Ball aufheben. Nach jedem Loch sollten das Bruttoscore und die Stablefordpunkte auf der Scorekarte eingetragen werden. Die Punkte werden dann nach 18 Löchern addiert und der Spieler mit der höchsten Punkteanzahl ist Sieger.
Der größte Vorteil des Stablefordsystems liegt darin, dass ein schlechtes Loch nicht gleich die ganze Runde verpatzt - wie beim Zählwettspiel - ein oder zwei Punkte sind leichter aufzuholen als mehrere Schläge.
Kategorie: Einzel und Zweier
Bisque - Neues Stableford
-
Man spielt zunächst offen, denn die Vorgabe der Spieler wird nicht wie auf der Scorekarte (Strokeindex / HCP) angegeben, auf die Löcher verteilt, sondern jeder Spieler kann nach Abschluss jedes Loches (vor dem Abschlag am nächsten Loch) frei wählen, ob er für das abgeschlossene Loch einen "Bisque" (Vorgabeschlag) beansprucht (mehrere Bisques für ein Loch sind zulässig, aber es braucht auch kein Vorgabeschlag verwendet werden). Danach wird nach dem "Neuen Stableford"-Modus (Albatros: +8 Punkte, Eagle: +5 Punkte, Birdie: +2 Punkte, Par: +0 Punkte, Bogey: -1 Punkt, Doppelbogey oder schlechter: -3 Punkte) weiter verfahren und die Punkte errechnet. Jeder Spieler erhält 3/4 seiner Vorgabe Bisques.
Kategorie: Einzel und Zweier
Zählwettspiel
-
Die Anzahl der bei jedem Loch gespielten Schläge wird in die Scorekarte eingetragen und nach 18 Löchern addiert, um das Bruttoscore zu erhalten. Für das Nettoscore wird das volle Handicap abgezogen. In den meisten Clubs gibt es Wertungen sowohl für Brutto wie auch für Netto. Sieger ist in beiden Fällen derjenige mit dem niedrigsten Ergebnis. Englischer Name: Stroke-Play oder Medal-Play.
Kategorie: Einzel und Zweier
Lochwettspiel
-
Diese Spielart wird lochweise gezählt. Die Handicapbasis beträgt 3/4 der Differenz zwischen dem Handicap der beiden Spieler. Hat z.B. Spieler A HCP 11 und Spieler B HCP 4, beträgt die Differenz 7 Schläge. 3/4 davon sind 5. Also hat Spieler A auf den Löchern mit HCP-Index 1 - 5 je einen Schlag vor. Das Loch wird von dem Spieler gewonnen, der die wenigsten Nettoschläge benötigt hat. Auf der Scorekarte schreibt man ein + (Plus). Beim gleichen Score wird das Loch geteilt, eine 0 (Null) wird eingetragen. Bei einem verlorenen Loch trägt der jeweilige Spieler ein - (Minus) in die Scorekarte ein. Das Match gewinnt jener Spieler, der mit einer größeren Anzahl von Löchern führt als noch zu spielen sind. Englischer Name: Match Play.
Kategorie: Einzel und Zweier
Lochwettspiel auf Zählwettspielbasis
-
Dabei wird 3/4 der Handicap-Differenz zwischen den beiden Spielern errechnet, z.B. Spieler A hat HCP 11 und D hat HCP 28 -> Differenz: 17. 3/4 davon sind 13. Somit erhält Spieler D 13 Schläge als Vorgabe. Gezählt wird wie beim Zählwettspiel, die Anzahl der gespielten Schläge pro Loch in die Scorekarte eingetragen und nach 18 Löchern addiert. Dann wird das Handicap (im Beispielfall 13) davon abgezogen. Der Spieler mit dem niedrigsten Nettoscore ist Sieger.
Kategorie: Einzel und Zweier
Bestball
-
Ein Match, in dem ein niedriger Handicapper gegen den Bestball zweier oder dreier anderer Spieler mit höherem Handicap spielt, jedoch offen, d.h. ohne Berücksichtigung des Handicaps. Das Loch ist von jenem Spieler gewonnen (+), der das Loch in der niedrigsten Schlaganzahl bewältigt. Spielen beide Seiten das gleiche Score, wird das Loch geteilt (0). Diejenige Partei, die das Loch verliert, markiert auf der Scorekarte ein - (Minus). Das Match ist von derjenigen Partei gewonnen, die bei einer höheren Anzahl von Löchern als noch zu spielen sind, führt.
Kategorie: Einzel und Zweier
Distanzpartie
-
Diese Spielart wird lochweise wie beim Lochwettspiel gezählt. Die Handicapbasis beträgt 3/4 der Differenz zwischen dem Handicap der beiden Spieler. Hat z.B. Spieler A HCP 11 und Spieler C HCP 4, beträgt die Differenz 7 Schläge. 3/4 davon sind 5. Also hat Spieler A auf den Löchern mit dem Index 1 - 5 je einen Schlag vor. Das Loch wird von dem Spieler gewonnen, der die wenigsten Nettoschläge benötigt hat, und auf die Scorekarte wird dazu die Länge des gewonnenen Loches in Metern eingetragen. Nach Beendigung der 18 Löcher werden bei jedem Spieler die "gewonnenen Meter" addiert, derjenige mit der höchsten Meteranzahl ist Sieger.
Kategorie: Einzel und Zweier
Sunningdale-Zweier
-
Diese Art Lochwettspiel wird offen, also ohne Handicap gespielt. Ein Loch ist gewonnen mit der niedrigsten Schlaganzahl auf diesem Loch. Ist z.B. Spieler A mehr als 2 Löcher auf, so muss er dem Spieler B einen Extraschlag gewähren. Gewinnt A auch das nächste Loch, erhält B einen weiteren Extraschlag, also 2 Schläge als Vorgabe. Das gilt so lange wie A weitergewinnt. Gewinnt B ein Loch, so verfallen die Extraschläge und es wird wieder offen weitergespielt. Sieger ist derjenige Spieler, der insgesamt am meisten Löcher gewonnen hat. Geteilte Löcher fallen nicht in diese Wertung.
Kategorie: Einzel und Zweier
Barracuda
-
Barracuda eignet sich hervorragend als Wettspiel für 3 Personen. Es wird ein Lochwettspiel gespielt, bei jedem Loch gibt es 6 Punkte zu vergeben. Zur Berechnung der Vorgabe wird der Spieler mit dem besten Handicap mit scratch (HCP 0) angesetzt, die anderen Spieler erhalten 3/4 der Differenz ihres Handicaps zu dem des Besten als Vorgabe. Ein Loch ist gewonnen von jenem Spieler mit dem niedrigsten Nettoergebnis, er bekommt dann 4 Punkte, der Zweite 2 und der Schlechteste 0 Punkte. Gibt es einen Besten und die beiden anderen sind gleich, so ist die Punkteverteilung 4 : 1 : 1. Bei gleichem Score von allen drei Spielern ist die Punkteverteilung 2 : 2 : 2. Gibt es zwei Beste, so erhalten die beiden je 3 Punkte und der Dritte geht leer aus. Sieger ist jener Spieler mit der höchsten Punkteanzahl nach 18 Löchern.
Kategorie: Dreier und Dreiball-Spiele
Chicken Chase
-
Chicken Chase wird in einem Team zu drei Spielern gespielt. Die Vorgabe beträgt 1/6 des gemeinsamen addierten Handicaps. Die drei Spieler vereinbaren die Abschlagreihenfolge, z.B. Spieler A schlägt vom ersten Tee, B vom zweiten und C vom dritten, A wieder vom vierten Tee. Nach dem Drive wird die Reihenfolge strikt eingehalten, sodass auf der ersten Spielbahn Spieler B den zweiten Schlag absolviert, dann kommt C an die Reihe, gefolgt wieder von A. Am zweiten Tee schlägt B zuerst ab, den zweiten Schlag muss C ausführen, den dritten Schlag A, dann ist wieder C an der Reihe. Die erzielten Schläge werden in die Scorekarte eingetragen, nach 18 Löchern addiert und danach die Vorgabe abgezogen. Das Team mit dem niedrigsten Nettoscore ist Sieger. Die Scorekarte muss von zwei Spielern des Teams unterschrieben werden.
Kategorie: Besondere Mannschaftsspiele
Texas Scramble
-
Texas Scramble ist eine sehr populäre Spielart. Es ist ein 4-Ball Teamspiel auf Zählwettspielbasis. Die Vorgabe beträgt 1/8 des addierten gemeinsamen Handicaps der vier Spieler und sollte genau auf Zehntel oder Hundertstel ausgerechnet werden. Alle vier Spieler schlagen ab, dann entscheiden sie, welcher Ball am besten liegt. Die drei anderen Bälle werden aufgehoben und innerhalb einer Schlägerlänge rund um den ausgewählten Spielball - nicht näher zum Loch - gedroppt. Alle Spieler schlagen nun ihren Ball aus dieser Position, danach wählen sie wieder den Ball in der besten Lage aus und droppen die anderen drei Bälle innerhalb einer Schlägerlänge, usw. Befindet sich der gewählte Ball in einem Hindernis oder im Rough, müssen auch die anderen Bälle von dort gespielt werden. Am Green müssen alle Bälle innerhalb 10 mm vom gewählten Ball gelegt und dann geputtet werden. Das Bruttoscore wird in die Scorekarte eingetragen, nach Beendigung der 18 Löcher addiert und davon die Vorgabe abgezogen. Das Team mit dem niedrigsten Nettoscore ist Sieger. Die Scorekarte muss unterschrieben und von zwei Teammitgliedern gegengezeichnet werden.
Kategorie: Besondere Mannschaftsspiele
Florida Scramble
-
Wird genauso gespielt wie Texas Scramble mit dem einzigen Unterschied, dass jener Spieler, dessen Ball zum Weiterspielen ausgewählt wurde, bei diesem Schlag aussetzen muss. Beispiel: Alle Spieler A, B, C und D schlagen ab. Man wählt den Ball von Spieler B. Nun wird der nächste Schlag von den Spielern A, C und D ausgeführt. Spieler B muss pausieren, usw. bis zum Einputten.
Kategorie: Besondere Mannschaftsspiele
Klassischer Auswahldrive
-
Es wird mit Partner mit 3/8 Vorgabe des addierten gemeinsamen Handicaps gespielt. Beide Partner schlagen auf jedem Loch ab, sie müssen jedoch im vorhinein festlegen, welcher Spieler den zweiten Schlag ausführt. Spieler A spielt z.B. den zweiten Schlag auf den geraden, Spieler B spielt den zweiten Schlag auf den ungeraden Löchern. Der Spieler, der für den jeweiligen zweiten Schlag vorgesehen ist, entscheidet nach dem Drive, welcher Ball im Spiel bleibt und welcher aufgehoben wird. Nach dem zweiten Schlag wird wieder abwechselnd weitergespielt bis zum Einlochen. Strafschläge beeinflussen nicht die Spielreihenfolge. Gezählt wird auf Zählwettspielbasis, das Bruttoscore wird in die Scorekarte eingetragen, nach Beendigung der 18 Löcher addiert und dann die Vorgabe abgezogen. Das Paar mit dem niedrigsten Nettoscore ist Sieger.
Kategorie: Vierer
Vierball Bestball mit Melodie
-
Ein Bestballspiel, das mit Partner gespielt wird. Die Vorgabe beträgt 1/4 des addierten gemeinsamen Handicaps des Paares. Jeder Spieler muss auf neun Löchern sein Bruttoscore eintragen. Beide Partner spielen ihren eigenen Ball auf Zählwettspielbasis. Nach Beendigung jeden Loches wird entschieden, wessen Score notiert wird. Gutes Taktieren ist wichtig, zu Beginn der Runde ist es besser, ein gutes Resultat eines hohen Handicappers einem eventuell besseren Resultat eines niedrigeren Handicappers vorzuziehen, da von einem niedrigen Handicap mehr Sicherheit für den Rest der Runde zu erwarten ist.
Kategorie: Vierer

|
|
 
Golfschule
Alex Müller  
Golf Resort Salzburg
Sebastian Kreil  
Golfschule
Salzburg   Partner Golfschule Eugen Wallner 

|